Petra Pesendorfer

Ernährung nach TCM & dem Stoffwechseltyp

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Der Chinesische Kalender samt Dojo-Zeiten [127 KB]

Regeln zum Kochen nach den 5 Elementen samt kurzer Übersicht [579 KB]

Handout zum Vortrag [618 KB]

Die "MORGEN-DIÄT"

Haben Sie schon von der „Morgen–Diät“ gehört, der Lieblings–Diät der Österreicher? So geht’s: „MORGEN fange ich an!“ Nach all den Köstlichkeiten und Feiern fordert nicht nur unser Körper Ruhe und Muße ein. Ein allgemeines Unwohlsein breitet sich aus. Handlungsbedarf ist angesagt, guter Rat ist gefragt. Auf der Hitliste stehen: weniger oder bewusster essen, Kalorienzählen, keine Schokolade, mehr Bewegung. „Essen hält Leib und Seele zusammen“, wen wundert´ s, dass sich bei vielen bei den verschiedensten Diäten mehr Frust statt Lust breit macht.

Daher mein Rat als Ernährungsberaterin: Es kommt nicht auf WENIG essen an, sondern vielmehr auf RICHTIG essen! Und natürlich gehört ein wenig Bewegung mit dazu. Es macht wenig Freude und auch keinen Sinn, beim vermeintlichen Fasten auf Rohkost oder Salat umzusteigen und den anderen frierend dabei zuzusehen, wie sie ihr Lammsteak verzehren. Beim Abnehmen ist es besonders wichtig, dem Körper genügend Wärme zuzuführen. Ohne Wärme gibt es keine Verbrennung. Und Salat kühlt. Die schnellste und effektivste Methode des Abnehmens ist übrigens das „Dinner Cancelling“, also das Abendessen auszulassen. Wem das zu hart erscheint, sollte das Abendessen aber so früh als möglich genießen (16–17 Uhr) und dabei unbedingt auf Kohlehydrate verzichten.

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Gesund, schlank und schön

Frühjahrszeit – Fastenzeit. Fast jede Zeitschrift preist ihre Wunderdiät an und verspricht 2–3 Kilo pro Woche und mehr.
„Gesund, schlank und schön“. Geht Ihnen bei diesen Worten nicht auch das Herz auf? Aber nicht immer halten diese Diäten, was sie versprechen – zumindest der Langzeiteffekt lässt zu wünschen übrig. Neueste Studien beweisen: Diäten bringen nicht viel. Kennen Sie das? Sie verlieren in kurzer Zeit relativ viel Gewicht. Ist diese "Diät" zu ende, zeigt die Waage oft mehr Kilos als vorher an.

Das muss nicht sein: Eine typgerechte Ernährungsumstellung bringt den langfristigen Erfolg, und der ist nicht nur an den Kilos sichtbar! Beachten Sie, dass Ihr Körper wie ein Ofen funktioniert: Ohne Brennstoff keine Energie. Brennt die Flamme gleichmäßig dahin, verbrennt alles rückstandslos. Vorsicht vor „feuchtem Holz“, dieses lässt viele Schlacken übrig. Das heißt mit anderen Worten: halten Sie Ihr Verdauungsfeuer aufrecht, in dem sie alles kurz kochen und ausreichend würzen! Brot und Milchprodukte haben „feuchte“ Qualität und sollten daher möglichst gemieden werden. Dafür garantiert Ihnen der hohe Faserstoffanteil in gekochtem Vollgetreide eine Bindung und Ausscheidung von Schlackenstoffen. Verzichten Sie öfter auf Kaffee und Schwarztee, probieren Sie Gewürztees mit Kräutern (z.B. Ingwertee mit Jasminblüten) und vor allem gekochtes, heißes Leitungswasser.
Vorsicht vor Nahrungsmittel mit hoher glykämischer Last (mehr dazu in Kürze), das sind Kohlehydrate, die eine hohe Insulinausschüttung zur Folge haben! Meiden Sie abends v.a. solche Kohlehydrate und essen Sie möglichst nicht nach 16 - 17 Uhr (Tipp: eine leichte Gemüsesuppe ist ideal).
Essen Sie nicht zwischendurch, sondern versuchen Sie zwischen den Mahlzeiten eine Pause von 4-5 Stunden einzuhalten (dazwischen nur Wasser, keine Säfte, Tee, Kaffee, Zuckerl usw.) Probieren Sie es aus, Sie werden verblüfft sein.

Der Effekt? Fühlen Sie sich wohl, strahlen Sie das auch aus. Wahre Schönheit kommt eben doch von innen (und Ihrer Ausstrahlung)!

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Alchemie in der Küche

GENUSS UND LÖFFELWEISE LEIDENSCHAFT

"Ist Dies eine Küche oder ein Restaurant? Ist er Koch oder Arzt? Fisch, Fleisch oder Gemüse, köstliche Gerichte verbannen Tabletten und Pillen, nahrhafte Speisen sind das Mittel gegen alle Leiden!" (aus China)

Obst und Gemüse sind gesund. Ebenso Getreide und Fleisch. Wirklich? "Richtig" zubereitet ja! Denn aus Sicht der TCM kann - und soll - man "alles" essen – es kommt nur darauf an wie, wann und wie viel Sie etwas essen! Auf eine quantitative
Bewertung wie Kalorienzählen und Inhaltstoffe wird hier verzichtet – die Natur sorgt für die richtige Zusammensetzung – vorausgesetzt, man verwendet noch LEBENSmittel.

Ein entscheidender Unterschied ist, ob Sie Speisen roh verzehren oder ein Gericht kochen und mit Gewürzen und Kräutern abgestimmt kreieren, Nahrungsmittel frisch oder tiefgekühlt verarbeiten, am Herd oder in der Mikrowelle zubereiten, in Öl frittieren, sanft braten, kochen oder dünsten, ob Sie Fertigprodukte oder Konserven verwenden. An diesem bereits 5000 Jahre alte Wissen um die Wirkung von Nahrungsmitteln hat sich bis heute nichts verändert.
Das ist Alchemie in der Küche – durch die Zubereitung verändert sich die Wirkung der Nahrungsmittel. Denn es kommt nicht nur darauf an WAS Sie essen, sondern ob es auch verdaut wird!

Die Tages- und Jahreszeiten spielen ebenso eine Rolle wie die persönliche Konstitution – wobei man grundsätzlich selbst grob unterscheiden kann zwischen Yin=Kältetypen und Yang=Hitzetypen. Eine genaue "Diagnose" für therapeutische Zwecke ist jedoch nur von gut ausgebildeten TCM-Therapeuten möglich.

Die 5-Elemente-Ernährung ist die "Schule der Bekömmlichkeit" , wie ich sie gerne nenne. LEBENSmittel werden durch die optimale Zubereitung und die Verwendung von Kräutern und Gewürzen zu einem wahren Elixier für Körper, Geist und Seele. Essen müssen wir sowieso täglich, warum nicht gleich das "Optimale?"

"Lernen" kann man dieses bei uns leicht umzusetzende Wissen in Kochkursen oder - etwas aufwändiger - aus Büchern im Selbststudium (leider kann man dort nicht nachfragen...).

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Gesundheit ist essbar (Artikel "Ischler Woche" )

Gesund sein heißt mehr als nur keine Krankheiten zu haben. „Gesundheit ist ein Zustand körperlichen, geistigen und seelischen Wohlbefindens“, so die Definition der WHO. Die Lebensenergie ‚Qi’ beinhaltet Kraft, Vitalität und Glück sowie psychische Stabilität und geistige Klarheit. Jede Störung der Harmonie hat ihren Ursprung in einem Ungleichgewicht von Yin und Yang.

Seit 2003 hat Petra Pesendorfer ihr Diplom in „Chinesischer Diätetik“ von der TCM–Akademie in Wien in Händen. „Mit dem Lernen ist es jedoch keineswegs vorbei“, so die 42jährige zweifache Mutter. „Bei der Ausbildung haben wir nur einen Grundstock erhalten, dann galt es, dieses Wissen auch umzusetzen und zu leben sowie in unsere Kultur zu integrieren, immer mit Blick auf die neuesten wissenschaftlichen Forschungen. Ich lerne täglich neu dazu.“

„Alle Lebewesen sind abhängig von Nahrung, um ihr Leben zu erhalten. Aber zugleich wissen sie nicht, dass auch Nahrung Vor– und Nachteile aufweist. Die Nahrung wird von den Menschen zwar täglich verwendet, aber sie wissen so gut wie nichts darüber …“ steht bereits in alten chinesischen Schriften.

Was den Unterschied der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) zur westlichen Ernährungswissenschaft ausmacht, ist die seit 5000 Jahren gültige qualitative Bewertung von Nahrungsmitteln und Kräutern. Kriterien sind die Geschmacksrichtungen (süß, scharf, salzig, sauer, bitter), das Temperaturverhalten (heiß, warm, neutral, kühl, kalt), die Bewegungsrichtung (emporhebend, schwebend, absinkend, fallend) sowie der Funktionskreisbezug (welche Leitbahn).
„Warme“ (Fenchel, Huhn, Rind, Hafer, Lauch, Frühlingszwiebeln) und „heiße“ (Ingwer, Zimt, Lamm, Chili) Nahrungsmittel sind reich an aktiver Energie, dynamisierend, zerstreuend, heben und beschleunigen die Energie.

„Kühle“ (z.B. Sojamilch, Weizen, Rote Rüben, Zucchini, Tofu) sowie „kalte“ Nahrung (z.B. Wassermelonen, Löwenzahn, Endivien, Chicoree, Mineralwasser) entsprechen einer Verlangsamung der Energie und damit einer Verdichtung und Ansammlung. Säfte werden bereitgestellt, Prozesse werden nach unten geführt.

Die Auswahl folgt dem Leitsatz „Kühles wärme man, Warmes kühle man“. Bei einer Kältesymptomatik (Müdigkeit, Erschöpfung, Frösteln, Kälte, Infektanfälligkeit) werden warme und heiße Nahrungsmittel verwendet, bei einer Wärmesymptomatik (Trockenheit, Hitzegefühle, Unruhe, Überaktivität) dagegen kühle und in kleinen Mengen auch kalte Nahrungsmittel.
„Neutrale“ Nahrung (z.B. Hirse, Mais, Kohl, Reis, Weintrauben…) stabilisiert, harmonisiert und symbolisiert die „Mitte“. Befeuchtende Kräfte sind mit bewegenden Kräften im Einklang. Mit neutralen Nahrungsmitteln wird einem energetischen Ungleichgewicht vorgebeugt.
Besondere Beachtung gilt auch den äußeren klimatischen Umständen. Kühlende Nahrung im Sommer (Salat, Joghurt, Früchte) gleichen die Hitze aus. Im Winter dagegen führen lang gekochte Eintöpfe, Fleischsuppen und gut gewürzte Speisen die notwendige Energie zu.
„Das Schöne daran ist, dass man fast alles ausgleichen kann“, so die Ernährungsberaterin. „Um die Mitte zu finden, bereite man kühle Nahrung mit erwärmenden Kochmethoden und Gewürzen zu (grillen, backen, braten, lange kochen, räuchern). Ebenso verfahre man mit stark wärmenden Nahrungsmitteln (z.B. gegrilltes Lamm), die man durch kochen mit Obst und Sprossen, kochen mit viel Wasser oder z.B. auch mit Salat ausgleichen kann. "

Im Gegensatz zu den bei uns gebräuchlichen Diäten kennt man in der chinesischen Ditäteik keine "guten" und keine "schlechten" Nahrungsmittel. Abhängig von der Konstitution und dem Typ des Einzelnen als auch seinem momentanen Beschwerdebild haben die gleichen Nahrungsmittel entweder eine positive oder negative Auswirkung auf den Körper. Mit jedem Nahrungsmittel kann man also auch gezielt Konkretes bewirken!

Das oft propagierte „Kochen nach den Fünf Elementen“ ist Teil der Chinesischen Diätetik und hat vor allem präventiven Charakter. Bei einem bestehenden Energie – Ungleichgewicht bzw. als Begleitung zu ärztlichen Therapien ist jedoch eine professionelle, „maßgeschneiderte“ Ernährungsberatung zielführender.

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